• Top of Europe – Fahrt mit der Jungfraubahn zum Jungfraujoch

    Hier möchte ich von einem Erlebnis der besonderen Art berichten. Nämlich von der Fahrt mit der Zahnradbahn von Grindelwald bis hoch zum Jungfraujoch auf 3.454 Meter.

    Dem Großindustriellen und Finanzpolitiker Adolf Guyer-Zeller kam die Idee zum Bau der Jungfraubahn. Der Bau begann 1896 zwischen der Kleinen Scheidegg und dem Bahnhof Eigergletscher. Der Durchbruch am Jungfraujoch gelang 1912. Die Jungfraubahn kostete 16 Millionen Franken und 30 Bauarbeitern das Leben.
    An den Gründer Adolf Guyer-Zeller erinnert oben in der Station ein Denkmal.

    Von Lauterbrunnen und von Grindelwald fährt jeweils eine Bahn – die Wengeralpbahn – bis auf die kleine Scheidegg. Dort steigt man dann um in die Jungfraubahn.

    Wir haben im Mai 2019 die Fahrt von Grindelwald zum Jungfraujoch unternommen. Nach dem Erwerb der Tickets (200 Franken pro Person), steigen wir am Bahnhof in Grindelwald ein. Es ist gegen 14.00 Uhr. Die Bahn fährt im 30-Minuten-Takt. Dadurch, dass wir uns erst nachmittags auf den Weg machen, ist die Bahn nicht so voll, so dass wir keine Sitzplatzreservierung brauchen. Zu anderen Zeiten würde ich eine Reservierung empfehlen. Mit uns steigen fast ausschließlich Asiaten und Inder ein. Überhaupt wird der ganze Ort Grindelwald sowie die Jungfrauregion von Chinesen, Koreanern und Indern dominiert.


    Die Fahrtzeit von Grindelwald bis zur kleinen Scheidegg beträgt 50 Minuten. Durch das spektakuläre Panorama aus der sich langsam dahin schlängelnden Bahn vergeht die Zeit doch relativ schnell – zumal man sehr mit Fotografieren und Gucken beschäftigt ist. Es ergeben sich immer neue, atemberaubende Perspektiven auf den Ort Grindelwald und den versprengten Höfen, die sich weit den Berg hinauf ziehen, bis sie irgendwann nach einer letzten Kurve verschwunden sind.


    Nun erblickt man die gewaltige Eiger-Nordwand, die sich immer größer werdend ins Blickfeld hineinschiebt und man fragt sich, wie ein Mensch auf die wahnwitzige Idee kommt, diese Wand glaubt erklimmen zu können. Immer mehr formiert sich die Eiger-Nordwand zu dem bekannten Dreieck, welches sich von Grindelwald aus gesehen noch etwas verzogen darstellt und nicht auf den ersten Blick als „die“ Eiger-Nordwand zu erkennen gibt. Wenn man es bis hier noch nicht wusste, so weiß man es spätestens jetzt, warum diese Wand die Menschen so fasziniert. Sie ist wirklich atemberaubend.


    Kommentare 4 Kommentare
    1. Avatar von KNULR
      KNULR -
      Sind doch wahnsinnig schöne Aufnahmen. Super

      Ulrich Knuchel
    1. Avatar von Schneeweißchen
      Schneeweißchen -
      Das freut mich sehr! Vielen herzlichen Dank für das Feedback! Toll, dass Du hier bist! Ich habe dort wahnsinnig viele Aufnahmen gemacht und hatte die Qual der Auswahl der Bilder
    1. Avatar von Kein Schaf
      Kein Schaf -
      Ein äußerst gelungener Artikel zum "Top of Europe" @Schneeweisschen! Dies wäre also wohl nicht meine Wahl Nummer eins der Ausflugsziele, da auch ich eher eine Abneigung gegen grössere Menschenansammlungen habe und damit eher schlecht zurecht komme. Bestimmt ist die fantastische Bergkulisse des Eigers Mönchs und der Jungfrau eine schöne Belohnung die man für den Aufwand und die Mühen auf sich nimmt. Ganz abgesehen vom hohen Preis den man für ein bisschen Freude bezahlen muss, ist es doch bestimmt ein Erlebnis der ganz besonderen Art.

      Leider wird die Bergwelt der gesamten Schweiz so vermarktet und die frühere natürliche Schönheit ist für mich somit gänzlich dahin. Massenabfertigung um einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen, stehen dabei absolut im Vordergrund und die Ästhetik leidet somit schwer darunter. Jeder muss selbst für sich entscheiden, ob er / sie bereit ist, sich das anzutun oder nicht. Meine Empfehlung ginge da eher ans Schilthorn und eine schönere Sicht auf Eiger Mönch und Jungrau, gibt es wohl nirgendwo mehr, wie vom Schilthorn aus.
    1. Avatar von Schneeweißchen
      Schneeweißchen -
      Danke auch Dir für das nette Feedback